Gefallene des 2. Weltkrieges - Eine Sammlung von Totenzetteln.
Eine Sammlung von Totenzetteln - Achtung: die Sammlung ist nicht vollständig, lediglich eine Auswahl, die mir zur Verfügung steht.
Dank an Friedel Eich und Frau Hein!

Diverses



Eindrücke:
Die Schriftstücke hier geben einen Eindruck davon wieder, welches Leid, welche Unsicherheit damals herrschten. Handgeschriebene Zettelchen ohne Unterschrift, trockene Verwaltungsakte, lapidare Mitteilungen "wenn wir etwas wissen, erfahren Sie mehr" usw. machen einen beim Lesen beklommen. Immerhin gibt es auch einen handgeschriebenen Brief.


Typische Zeitungsanzeige:
Todesanzeige

Todesanzeige Heinrich Odenthal



Typische Benachrichtigung:
Todesbenachrichtigung

Todesbenachrichtigung an die Familie



Typische Benachrichtigung:
Todesbenachrichtigung

Todesbenachrichtigung an die Familie

Text

Text der Todesbenachrichtigung an die Familie



Typische Auskunft:
Auskunft

Suchauskunft an den Lehrer Braß



Typische Auskunft:
Auskunft

Suchauskunft an Ehefrau



Versuch des Überblicks:
Zettel

Zeitgenössischer Zettel, um einen Überblick zu haben. Er zeigt deutlich, dass die Informationslage alles andere als gut war und kann einen Eindruck geben davon, in welcher Angst und Unsicherheit die Familien lebten.



Schulchronik:
Eintrag des (recht regimegläubigen) Schulleiters Schmalen in der Chronik:
"Am 5.6.(1940) fiel beim Kampf um Sedan der Küster und Organist Adolf Grommes. Er ist der erste Gefallene der ersten neun Kriegsmonate. Er hinterläßt Frau und drei kleine Kinder."

Schmalens Sohn Christian wurde am 21.11.1942 ebenfalls als Flieger ein Opfer des Wahnsinns.


Schulchronik:
Eintrag des Schulleiters Schmalen in der Chronik 1942:
"Die Woche vom 5. - 12.3. kann man wohl als eine "schwarze" Woche bezeichnen. 3 Todesnachrichten aus dem Felde trafen ein (Beu - Hersel - Klein); dazu verunglückte infolge Explosion in den D.A.G. - Troisdorf der Arbeiter Johann Eich, dessen Frau beim Unglück in Bonn am 7.9.41 ertrunken war."


Schulchronik:
Letzter Eintrag des Schulleiters Schmalen in der Chronik 1944:
"Leider litt der Unterricht in zunehmendem Maße infolge der vielen Fliegeralarme. Es gab Wochen, in denen wir täglich kaum 1 volle Unterrichtsstunde erteilen konnten. Besonders nach der Landung der Engländer und Amerikaner in der Normandie am 6. Juni und besonders nach dem Durchstoß bis zum Westwall Ende August nahm die Fliegertätigkeit in steigendem Maße zu.
Die Herbstferien dauerten vom 29.9 - 23.10.
In Mondorf gabs wieder Einquartierung: eine Sturmboot-Abteilung, eine Brückenbau-Kolonne und ein Wachkommando, das den Verkehr an der Fähre zu kontrollieren hat. Für die Dauer der Ferien wurde ein Schulsaal von der Sturmbootabteilung (mit Genehmigung des Schulamtes) belegt."


Totenzettel sind Zeitzeugen der Vergangenheit. In diesem Fall hier sind sie Zeitzeugen der schlimmen Zeit des 2. Weltkrieges, in der den Bewohnern des kleinen Ortes Mondorf großes Leid zugefügt wurde mit dem Tod vieler Angehörigen und Gemeindemitglieder.
Ich erhielt diese Totenzettel von Bürgern Mondorfs, deren Eltern und Großeltern diese Zettel in dieser leidvollen Zeit gesammelt haben. Sie sind natürlich nicht vollständig bezüglich der Kriegsopfer Mondorfs. Sie stehen hier stellvertretend für alle Opfer.
Wenn Sie die Sammlung mit eigenen Exemplaren erweitern können, bitte ich um Ausleihe zum Einlesen in den Computer.

Mit einer Mondorferin verheiratet:

Durch Bombenangriff oder sonstige Kriegseinwirkung umgekommen:

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